Wie immer ist das unterschiedlich von Kind zu Kind, - meist irgendwann zwischen 2 1/2 und 4 Jahre... allermeistens im 4. Lebensjahr, also mit 3 Jahren.
Das Kind fängt dann meist von selber an, mit Lauten zu spielen. "Lala Lali Lalo" oder "Mamma-Mammi" ... Oft verhelfen auch Lautspiele und lustige Kinderlieder zu diesem Schritt.
Wenn das Kind dann auch zusätzlich ständig fragt "was steht hier", dann ist es soweit, die Laute einzelner Buchstaben kennen zu lernen...
Ja, die Laute - denn die Buchstaben-Namen lernen Kinder noch früh genug.
Und übrigens, Kinder verwundert es nicht, dass die Laute je nach Sprache verschieden sind.
Dass da ein englisches [i:] steht, aber dasselbe Zeichen ein deutsches [e:] darstellt, wird ohne Zweifel akzeptiert....
Als deutschsprachiges Elternteil braucht man nicht auf die landessprachlichen Laute der Buchstaben aufmerksam zu machen. Außer: wenn das Kind wissen will, was da in der Landessprache geschrieben steht. Wenn man dann auf Buchstaben hinweist, die das Kind vielleicht schon kennt (weil sie zB in seinem Vornamen vorkommen), dann ist das natürlich zum Beispiel ein "englisches [i:]" oder ein "französisches [zzz]"...
Und meist genügt kurze Information über das, was gefragt wurde. Dass das "französische [zzz]" ein "deutsches [ts]" ist, braucht man dann nicht zu erwähnen, weil hier ja etwas in der französischen Sprache steht.
Faustregel: Genaue Antwort auf die Fragen des Kindes. Nicht mehr, nicht weniger. Zuhören ist der Schlüssel.
... Nun erhebt sich die Frage, sollen wir Buchstaben systematisch einführen oder nicht? Und wenn ja, wie?.... Wir kommen darauf zurück...

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